Führung durch das Weltmuseum Wien mit Direktorin Claudia Banz
Datum: Freitag, 24.04.2026 |16:00
Ort: Weltmuseum Wien, Neue Burg, Heldenplatz, 1010 Wien
Kosten: regulärer Eintrittspreis (16€ regulär, 12€ ermäßigt, freier Eintritt mit ICOM Karte, Bundesmuseenkarte, Kulturpass)
In dieser Führung wird uns die neue Direktorin durch des Weltmuseums exklusiv durch die Sammlung des Weltmuseums führen und uns einen Einblick in die Bedeutung und Herausforderungen ethnologischer Museen vermitteln.
Über das Weltmuseum:
Das Weltmuseum Wien hat eine lange Geschichte. Die älteste ethnographischen Sammlungen des Museums befanden sich bereits im 16. Jahrhundert in Österreich. Mit Anfängen im Schloss Ambras in Tirol ist die Sammlung von 200.000 Objekten heute in der Neuen Burg im Herzen Wiens zuhause.
Ethnologische Museen zeigen einen Teil der von ihnen bewahrten Gegenstände im Rahmen von Ausstellungen, die dem besseren Verständnis einzelner Kulturen oder Weltregionen gewidmet sind oder sich auf vergleichende Weise mit der Bandbreite menschlicher Kulturausformungen befassen.
In ihrer Auseinandersetzung mit kulturellen Unterschieden und mit dem, was alle Menschen miteinander verbindet, leisten ethnologische Museen einen wichtigen Beitrag zum Verständnis einer durch gesteigerte Mobilität und Kommunikation geschrumpften und auch durch Migrationsströme zunehmend multikulturellen Welt. Unsere Aufgabe ist es, gesellschaftliche Veränderungen und Entwicklungen anhand unserer umfangreichen Sammlungen in den Kontext von heute einzubetten.
Das Weltmuseum bemüht sich heute um eine kritische Aufarbeitung seiner Vergangenheit, insbesondere seiner Verstrickungen mit dem Kolonialismus, dem Nationalsozialismus und der Geschichte der Ethnologie. Es ist bestrebt, die Geschichte seiner Sammlungen aus kolonialen Kontexten in Zusammenarbeit mit Personen und Institutionen aus den Herkunftsgesellschaften aufzuarbeiten. Die MitarbeiterInnen des Museums haben auch eine aktive Rolle bei der Entwicklung einer österreichischen Politik zur Rückgabe von Kulturgütern übernommen. In der Vergangenheit wurden unter anderem menschliche Überreste in den Jahren 1985 und 2015 nach Aotearoa (Neuseeland) zurückgegeben.
In seiner Beschäftigung mit Fragen der Vielfalt in der menschlichen Kulturbildung versteht sich das Museum als Plattform des Austauschs: Offen und selbstreflektiert im heute für morgen.
Anmeldung bitte bis 22.04.2026 unter office@youngcurators.club




